Stellungnahme des KV zum Thema Dekanatszugehörigkeit

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Stellungnahme des Kirchenvorstands zur Frage eines Dekanatsbezirkswechsels
Der Kirchenvorstand der ev. luth. Kirchengemeinde Speichersdorf hat sich in den vergangenen
Monaten intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Kirchengemeinde im Dekanatsbezirk
ChaSuRoWen verbleiben oder in den Dekanatsbezirk Bayreuth wechseln soll. Grundlage für die
Entscheidung waren verschiedene Gespräche, ein Infoabend sowie eine
Gemeindeversammlung, bei denen sich Gemeindeglieder umfassend informieren und ihre
Sichtweisen einbringen konnten.


Ergebnis des Beteiligungsprozesses
Im Kirchenvorstand besteht Konsens darüber, dass die Kirchengemeinde im bisherigen
Dekanatsbezirk ChaSuRoWen verbleibt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind
insbesondere folgende Gründe:
 Die über Jahre gewachsenen Beziehungen und Verbindungen in der Kulmregion stellen
ein tragfähiges Fundament dar.
 Angesichts der anstehenden Umstrukturierungen im Bereich der Dekanatsbezirke
bestehen zu viele o􀆯ene Fragen und Unsicherheiten, um sich verantwortungsvoll für
einen Wechsel entscheiden zu können.


Bewertung des Prozesses
Der Kirchenvorstand hat die geführten Diskussionen und Gespräche teilweise als sehr
persönlich empfunden. Die Intensität der durch die Fragestellung ausgelösten Gefühle hat den
Kirchenvorstand überrascht. Den Austausch hätte sich der Kirchenvorstand an mancher Stelle
vertrauensvoller gewünscht. Trotzdem bewertet der Kirchenvorstand den
Entscheidungsfindungsprozess als gewinnbringend und identitätsstiftend. Die intensive
Auseinandersetzung mit der eigenen Zugehörigkeit, den bestehenden Beziehungen und den
zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten hat das Bewusstsein für die eigene gemeindliche
Identität als Teil der Kulmregion gestärkt.


Ausblick
Schon zu Beginn des Entscheidungsprozesses stand für den Kirchenvorstand fest, dass sich die
Kirchengemeinde künftig stark in der Region, für die die Entscheidung fällt, engagieren möchte.
Deswegen freut sich der Kirchenvorstand darauf, die Kirchenvorstände der Kulmregion besser
kennenzulernen, mit den Gemeinden der Kulmregion zusammenzuarbeiten und sich intensiver
in der Kulmregion zu vernetzen.
Gleichzeitig hat der Prozess gezeigt, dass die Lage am Rand des Dekanats eine Chance ist und
es sich lohnen kann, über die Dekanatsgrenzen hinauszuschauen.